§31 SGB VIII, Sozialpädagogische Familienhilfe

 

Die SPFH ist als ambulante Hilfe für Kinder bzw. Jugendliche und deren Herkunftsfamilien gedacht, um den Zusammenhalt der Familien soweit zu stärken, dass eine Fremdunterbringung der Kinder vermieden werden kann.

Eine räumliche, zeitliche und auch psychische Zusammenarbeit soll durch einen Beziehungsaufbau zu dem Betreuer/der Betreuerin ermöglicht werden. Dies erfordert eine grundsätzlich positive, ressourcenorientierte Einstellung zu den Hilfeadressat*innen. Es werden keine Vorbedingungen an die Familien gestellt, außer sich aktiv zu einer Mitarbeit zu bekennen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass keine standardisierten Abläufe in der Betreuung vorgesehen sind, sondern auf die individuellen Problemlagen eingegangen wird. Als zentrale Annahme gilt, dass jedes Symptom eines Familienmitgliedes die aktuell beste Möglichkeit darstellt, mit dem jeweiligen Problem umzugehen.

Den Familien werden keine Lösungen vorgegeben, vielmehr sollen bzw. müssen diese unter Anleitung selbst Lösungsmöglichkeiten entwickeln (Subsidiaritätsprinzip).

Durch diese Hilfe zur Selbsthilfe werden die Hilfeadressat*innen in die Lage versetzt, nicht nur aktuelle Probleme und Schwierigkeiten zu lösen, sondern sie erarbeiten sich auch ein Handwerkszeug, welches es ihnen ermöglicht zukünftige Schwierigkeiten selbst zu lösen (Aktivierung eigener Kompetenzen).

Die Betreuung findet in der Regel zeitlich begrenzt statt (ca. 12 bis 18 Monate) und wird je nach  familiärer Konstellation von einzelnen Pädagogen*innen oder aber von einem in der Arbeitsweise vertrauten „Betreuerpaar“  durchgeführt, so dass gerade geschlechtsspezifische Besonderheiten effizienter vermittelt werden können.