§30 SGB VIII, Erziehungsbeistandschaft

 

Der Erziehungsbeistand bzw. der/die Betreuungshelfer*in soll im Gegensatz zur Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) das Kind oder den Jugendlichen als Hilfeadressat*in in den Mittelpunkt der Betreuung stellen. Die Hilfe ist in jedem Fall am jungen Menschen orientiert und bezieht sich zentral auf dessen Wünsche, Interessen und Bedürfnisse.

Der junge Mensch soll vor dem Hintergrund seines gesamten Lebenszusammenhangs verstanden werden, so dass sich der Blick auch auf sein sozialräumliches Umfeld richtet. Im Rahmen der Lebensweltorientierung ist die Betreuung von wichtigen Strukturmaximen wie Ganzheitlichkeit, Prävention, Integration, Partizipation und Alltags- und Regionalorientierung geprägt.

Mit dem integrativen Handlungskonzept bewegen sich die Betreuer*innen auf drei Handlungsebenen:

  • Arbeit im Einzelkontakt
  • Gruppen- und Freizeitpädagogische Arbeit
  • Familien- (Beratungs-) Gespräche.

Dabei kommt es insbesondere darauf an, zusammen mit dem jungen Menschen eine vertrauensvolle sozialpädagogische Beziehung zu erreichen.