Fachliche Ausrichtung

Die Ausrichtung eines individuellen Lebensentwurfs kann nur dem eigenen biografischen Sinn folgen. Die Lebensweltorientierung sieht daher vor, in erster Linie Ressourcen aus der eigenen Lebenswelt der Hilfeadressaten*innen zu aktivieren und erst nachdem diese ausgeschöpft sind, auf Angebote außerhalb des jeweiligen Gemeinwesens zurückzugreifen.

Vom Umzug, für den Freunde und Verwandte aktiviert werden bis zur Ferienreise, die bei der Kirchengemeinde o.ä. gebucht wird, greifen wir, soweit vorhanden, auf Angebote aus der Lebenswelt der Hilfeadressat*innen zurück. So werden diese mit Lösungsstrategien vertraut gemacht, die auch nach Beendigung der Hilfe ihre Gültigkeit behalten.

In extremen Problemlagen werden auch Kooperationen außerhalb der Lebenswelt der Hilfeadressat*innen gesucht, um dadurch ein Scheitern bzw. den Abbruch der Betreuung zu verhindern. Dies gilt ebenso, wenn sich im Rahmen der Hilfeplanung die Lebenswelt der Hilfeadressat*innen als ausgesprochen schädlich erweist. In derart gelagerten Betreuungen sind wir bemüht die Beziehungskontinuität möglichst zu erhalten bzw. ein verantwortliches Abgeben zu ermöglichen, um der übernommenen Verantwortung gerecht zu werden.

Durch die Kooperation mit Schulen, Ausbildungsstätten, Beratungsstellen und allen anderen Anbietern ergänzender sozialer Leistungen, kann das Angebot je nach Bedarf in Absprache mit dem Leistungsnehmer oder der Leistungsnehmerin modifiziert bzw. erweitert werden.